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Zwei große Jubiläen konnten die Pfarrgemeinde und die weltliche Gemeinde in Oberried in den vergangenen Jahren feiern, im Jahre 1999 das 300jährige Jubiläum der Weihe der Pfarrkirche und früheren Klosterkirche "Mariae Krönung" und 2002 die 750 Jahre seit der Gründung des ersten Wilhelmitenklosters in Oberried. Dass die Geschichte dieses Klosters noch einige Jahre weiter zurückreicht, zeigt Ihnen der folgende tabellarische Abriss der Geschichte der Klöster auf Oberrieder Grund bis zu ihrer endgültigen Aufhebung: |
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Nachdem am 12. Januar 1806 infolge einer falschen Auslegung der nach dem Pressburger Frieden für den Breisgau festgelegten Grenzziehung zuerst eine württembergischen "Besitznahmskommission" württembergische Wappenbleche an die Oberrieder Klostergebäude genagelt hatte, erschien am 22. Februar die badische "Besitznahmskommission" und brachte die badischen Hoheitszeichen an, um so den Anspruch des Großherzogtums Baden auf den Klosterbesitz zu manifestieren. Am 4. Februar 1807 wurde dann endgültig das Priorat Oberried geschlossen. Von den fünf Patres, Prior Ambrosius Eichhorn und vier Mitbrüder, verblieben die Patres Stiegele, Mayer und Sauter als Pfarrer bzw. Vikar im Klostergebäude wohnhaft. Die übrigen schlossen sich Abt Rottler und seinen Mitbrüdern von St. Blasien auf dem Weg ins Exil nach St. Paul im Lavanttal/Kärnten an. Heute befinden sich in den Konventsgebäuden im Westflügel das Rathaus der Gemeinde Oberried und im Nord- und Ostflügel das Pfarrhaus mit der Wohnung des Pfarrers und der Messnerwohnung, mit Pfarrbüro, Besprechungs- und verschiedenen Nebenräumen, mit dem wunderschönen ehemaligen Refektorium und der Äbtegalerie sowie den Räumen der Klosterbibliothek. Nach der in den 90er-Jahren begonnenen und fast abgeschlossenen großen Renovierung geben die ehemaligen Konventgebäude mit ihrer Lage im Ortszentrum heute wieder einen Eindruck von der einstigen schlichten Schönheit dieses Klosters.
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