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Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit mit und für unsere Klosterbibliothek
ist die J. C. Lavater-Sammlung. Sie finden weiter unten die Lebensdaten
des schweizer protestantischen Theologen und Schriftstellers
Johann Caspar Lavater
Mit einem Klick
haben Sie hier schon einmal Zugang zu einer nach
Erscheinungsjahren geordneten
Aufstellung der Werke
Lavaters
In dieser Bibliographie sind besonders gekennzeichnet die Werke,
die sich im Bestand der Klosterbibliothek Oberried befinden.
Ebenfalls werden in Kürze aufgeführt sein alle Bücher über J. C.
Lavater und sein Werk, die sich hier im Bestand befinden (Haben
Sie bitte noch ein bisschen Geduld und kommen Sie später
wieder!)
Nachfolgend
einige Werke Lavaters, die die Klosterbibliothek in den letzten
Wochen erwerben konnte: |
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Ein
Sittenbüchlein
Eine Dame aus Hannover bot uns, nachdem Sie
durch unsere Website auf die Johann Caspar
Lavater-Sammlung unserer Bibliothek aufmerksam
geworden war, dieses interessante kleine
Büchlein an.
Lavater gibt hier den Bediensteten Ratschläge
für ihr Verhalten im Allgemeinen und gegenüber
ihrer Herrschaft im Besonderen. |
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Es war nicht
einfach diese beiden Bände "Antworten auf Fragen
wichtiger und würdiger Fragen und Briefe weiser und
guter Menschen - eine Monatsschrift" aus dem Jahre 1790
zu erwerben, da diese recht seltenen Werke auf
verschiedenen Wegen gesucht, gefunden und dann erworben
werden mussten. Lavater befasst sich in diesen Beiden
Büchern mit den unterschiedlichsten Themen, darunter
auch mit heute wieder recht aktuellen Themen der
Ökumene. |
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In diesem
kleinen im Jahre 1774 erschienen 52-seitigen Büchlein
veröffentlicht Lavater 33 selbst gedichtete Lieder. Er
widmet diese besonders der Landjugend. Sie handeln von
den verschiedensten Lebenssituationen, von einer
"Nachahmung des Gebethes des HErrn" über Lieder vor der
Schule und nach der Schule, Liedern zu verschiedenen
kirchlichen Festen bis zum "Sterbenslied". |
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1833, ein
Jahr nach Goethes Ableben, veröffentlichte Heinrich
Hirzel eine Sammlung von Briefen, die Goethe in den
Jahren 1774-1783 an seinen Freund Lavater geschrieben
hat, . Das Buch enthält u. a. auch das links abgebildete
Faksimile eines Briefes von Goethe an Lavater.

Als Band 16
der Schriften der
Goethe-Gesellschaft veröffentlichte diese 1901
genau 100 Jahre nach dem Tod Johann Caspar Lavaters
den Band "Goethe und
Lavater. Briefe und
Tagebücher".
Die beiden
Silhouetten von Lavater und Goethe befinden sich
zusammen mit einer größeren Zahl weiterer
Scherenschnitte von Personen aus der Umgebung Goethes
als Nachdrucke ebenfalls im Besitz der Klosterbibliothek
Oberried. |
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Johann Caspar Lavater (1741 – 1801)
Seine
Lebensdaten
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1741 |
Johann Caspar Lavater
kommt als zwölftes Kind der Eltern Johann Heinrich
Lavater und Regula Escher vom Glas im Haus «Zum
Waldries» in Zürich zur Welt. |
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1746-1754 |
Besuch der
Deutschen Schule und der Lateinschule in
Zürich |
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1754-1756 |
Collegium
Humanitatis |
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1756-1762 |
Studium in
Philosophie, Philologie und Theologie am Collegium
Carolinum (Vorläufer der 1833 gegründeten
Universität Zürich). Seine Lehrer sind hier u.a. Johann
Jacob Bodmer und Johann Jacob Breitinger. Ab 1762 steht
Lavater als Verbi Divini Minister auf der Liste
der Exspektanten, der Anwärter auf ein Pfarramt. |
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1762 |
Lavater und Johann
Heinrich Füssli machen auf Amtsmissbräuche des
ehemaligen Landvogts von Grüningen, Felix Grebel,
aufmerksam. Dieser wird verurteilt und des Landes
verwiesen. Doch auch die Kläger müssen wegen ihres
unrechtmässigen Vorgehens vor den Stadtvätern Abbitte
leisten. |
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1763-1764 |
Lavater und Füssli
begeben sich zusammen mit ihrem Zürcher Studienfreund
Felix Hess nach dem sogenannten «Grebelhandel» auf eine
Bildungsreise nach Deutschland. Bis Berlin begleitet sie
als Mentor der dort wirkende Philosoph Johann Georg
Sulzer. In Barth in Schwedisch-Pommern verbringen sie
anschliessend einen längeren Studienaufenthalt bei dem
aufgeklärten Reformtheologen Johann Joachim Spalding. |
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1764-1768 |
Lavater gründet
zusammen mit Salomon Hirzel 1764/1765 die «Moralische
Gesellschaft» in Zürich; ab 1765 ist er Mitglied der
«Helvetischen Gesellschaft in Schinznach» und verfasst
ab 1767 Schweizerlieder in dem Tone der Gesellschaft
zu Schinznach. |
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1765 |
erscheinen die
Auserlesene[n] Psalmen Davids.
Lavater ist
Mitbegründer und Autor der moralischen Wochenschrift
Der Erinnerer, die 1767 auf Druck der Zürcher
Regierung eingestellt wird. |
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1766 |
Am 3. Juni heiratet
Lavater die um ein Jahr jüngere Anna Schinz. Sie haben
gemeinsam acht Kinder, von denen aber nur drei das
Erwachsenenalter erreichen. |
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1768-1773 /78 |
Mit dem
religionsphilosophischen Werk Aussichten in die
Ewigkeit wird Lavater auch über die Landesgrenzen
hinaus bekannt. |
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1769 |
Am 7. April 1769 wird
Lavater zum Diakon (2. Pfarrer) an der Oetenbachkirche
(Waisenhauskirche) gewählt. |
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1771-1773 |
erscheinen Lavaters
Geheimes Tagebuch. Von einem Beobachter seiner
Selbst (1771) und die Unveränderte[n] Fragmente
aus dem Tagebuche eines Beobachters seiner Selbst
(1773); zudem die Schrift Von der Physiognomik
(1772).
In den Jahren
1772/1773 beginnt die Freundschaft mit Herder und
Goethe. Eine erste persönliche Begegnung mit Goethe
findet 1774 in Frankfurt statt. |
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1775-1778 |
entstehen die vier
Bände der Physiognomische[n] Fragmente, zur
Beförderung der Menschenkenntniß und Menschenliebe.
Am 14. März 1775
wählt der Kirchenrat Lavater zum ersten Pfarrer an der
Waisenhauskirche. Drei Jahre später, am 7. April 1778,
wird Lavater Diakon an der Zürcher Stadtkirche St.
Peter. |
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1782-1786 |
entstehen die Werke
Pontius Pilatus (1782-1785), Jesus Messias
(1782-1786) und Nathanaél oder die ebenso gewisse,
als unerweisliche Göttlichkeit des Christentums
(1786). Daneben erscheinen bis zu seinem Tod eine Fülle
von Gedichten, Predigten, Liedern, Traktaten und
Schreiben sowie zahlreiche theologische Abhandlungen. |
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1786 |
Lavater erhält einen
Ruf als Prediger nach Bremen. Er lehnt ab, besucht
jedoch die Stadt. Noch im gleichen Jahr wird er zum
ersten Pfarrer von St. Peter ernannt. |
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1798-1799 |
Mit dem Einmarsch der
Franzosen in Zürich verfasst Lavater die Schrift Ein
Wort eines freyen Schweizers an die französische Nation
und wendet sich mit einem kritischen Schreiben An das
helvetische Vollziehungs-Direktorium. Er wird
verhaftet und nach Basel deportiert. Wieder nach Zürich
zurückgekehrt, trifft ihn bei einem Zwischenfall mit
einem betrunkenen französischen Soldaten eine Kugel so
schwer, dass er sich von dieser Verletzung nicht mehr
erholen kann. |
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1801 |
Am 2. Januar stirbt
Lavater nach fast zwei Jahren Leidenszeit in Zürich. |
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Neuerwerbungen für die J. C.
Lavater-Sammlung |
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Am 9. Dezember 2008 erhielten wir für die J. C.
Lavater-Sammlung bei ebay für das
Buch
Evangelisches Handbuch für Christen
oder
Worte
Jesu Christi beherzigt von Johann Caspar Lavater Zürich
gedruckt
1790 in Nürnberg(!)
den Zuschlag. Wir vereinbarten mit dem Verkäufer die
persönliche Übergabe in Oberried. Unsere Überraschung und Freude war
groß, als Herr Ott, der Verkäufer, spontan erklärte, auf den
Kaufpreis zu verzichten. Er freue sich, dass das Buch einen würdigen
Platz in unserer J. C. Lavater-Sammlung erhalte. Herzlichen Dank!
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Über eine weitere Neuerwerbung für die J. C.
Lavater-Sammlung dürfen wir uns freuen:
Antworten auf wichtige und würdige Fragen und Briefe
weiser und guter Menschen
Monatsschrift
von Johann Caspar Lavater Zürich
gedruckt
1790 in Berlin(!)
Leider scheint der Verkäufer des ersten Bandes
nicht mehr wie ursprünglich bereit zu sein, auch den zweiten Band zu
verkaufen. Wir würden uns sehr freuen, wenn er seine Meinung noch
ändern würde.
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Mit Freude können wir einen interessanten Neuzugang
für unsere Lavater-Sammlung vermelden. Frau Prof. Dorothee Schäfer,
Gründungsmitglied der Freunde der Klosterbibliothek Oberried,
stellt uns zur Verfügung
Johann Caspar Lavater
Vermischte Lehren
an
seine Tochter Anna Luisa (4. Jänner 1796)
2.
Auflage von 1798
Dieses kleine Büchlein enthält 700(!) Ratschläge
eines Vaters für seine Tochter, die nicht nur wegen ihrer zeitlosen
Gültigkeit bemerkenswert sind, denn Lavater hat diese "Vermischten
Lehren" in perfekten anderthalbzeiligen Hexametern abgefasst. |
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